Die Lage am Ölmarkt wird vom globalen Rezessionsszenario bestimmt. Es wird erwartet, dass der Ölpreis sich 2009 im Durchschnitt gegenüber dem Vorjahr massiv verbilligt. 

Die US-Notenbank dürfte ihren Leitzins in diesem Jahr auf seinem extrem niedrigen Niveau belassen. 

Die Kombination aus schwacher Konjunktur und rückläufiger Inflation hat der EZB Spielraum verschafft, den Leitzins zu Jahresbeginn weiter auf 2% zu senken. Voraussichtlich wird die EZB ihren Leitzins noch weiter senken. Die Kapitalmarktzinsen dürften dagegen moderat steigen. 

Das Briefgeschäft im liberalisierten Markt 

Die Briefnachfrage in Deutschland hängt davon ab, wie sich die Konjunktur entwickelt und in welchem Ausmaß elektronische Medien den physischen Brief ersetzen. Wir rechnen damit, dass der nationale Markt für Briefkommunikation weiter schrumpft. Zudem haben wir uns darauf eingestellt, Marktanteile an Wettbewerber zu verlieren. 

Der deutsche Werbemarkt ist ebenfalls konjunkturabhängig und wird daher 2009 stagnieren. Der Trend zu zielgruppenorientierter Werbung dürfte zwar anhalten. Daneben werden Unternehmen aber verstärkt auf günstigere Werbeformen unseres Portfolios zurückgreifen. Im liberalisierten Markt für papiergebundene Werbung wollen wir unsere Position sichern, im gesamten Werbemarkt sogar ausbauen. 

Der Markt für Pressepost dürfte leicht zurückgehen, weil verstärkt neue Medien genutzt werden. Auch hier wollen wir unsere Umsätze halten und setzen dabei auf steigende Abonnementszahlen und höhere Durchschnittspreise. 

Die erwartete negative konjunkturelle Entwicklung wird sich auch auf den internationalen Briefmarkt auswirken. Wir wollen diesem Trend begegnen, indem wir neue Geschäftsfelder rund um unsere Kernkompetenz Brief erschließen. 

Auf dem Paketmarkt werden sich zwei aktuelle Trends fortsetzen: Bei den Geschäftskunden gerät der klassische Versandhandel weiter unter Druck – die Sendungsmengen werden sinken. Der Privatkundenbereich wird vom Internethandel profitieren. Hier wollen wir unsere Position verteidigen.

Internationales Expressgeschäft ausbauen

Es ist zu erwarten, dass der anhaltende globale Wirtschaftsabschwung im Jahr 2009 den internationalen Expressmarkt stark beeinträchtigen wird. Dieser Trend dürfte sich vor allem in der Menge der internationalen Sendungen und in der Region Europa niederschlagen. Auch in Asien und den Schwellenländern dürfte der Markt nicht mehr so stark wachsen wie zuletzt. 

In den Vereinigten Staaten werden wir die beschlossenen Restrukturierungsmaßnahmen weiter umsetzen. Auch nach unserem Rückzug aus dem nationalen Expressgeschäft werden wir ein Netzwerk von rund 100 Servicestationen für unsere internationalen Dienste unterhalten. Bei mehr als 70% der internationalen Sendungen in die und aus den großen Ballungsräumen wird sich der Service sogar verbessern. In diesen Gebieten werden wir – verglichen mit dem Wettbewerb – die spätesten Abhol- und die frühesten Zustellzeiten anbieten. Überdies werden wir unser internationales Serviceangebot weiter ausbauen. 

Gute Fortschritte machen die Vorbereitungen für den im Sommer 2009 geplanten Startschuss für die Frachtfluggesellschaft AeroLogic. Das Gemeinschaftsunternehmen von DHL Express und Lufthansa Cargo wird seinen Firmensitz am Flughafen Leipzig /Halle haben und den Flugbetrieb mit neuen Boeing-777-Flugzeugen im Sommer 2009 aufnehmen.

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